klangcombi Konzept Idee Hat die Schweizer Volksmusik – abseits von Kommerz, Kult und Kitsch – eine Zukunft? Gibt es etwas jenseits von sorgfältigster Bewahrung von Bewährtem und der heute allzu oft beliebig anmutenden Anreicherung mit Versatzstücken aus anderen Ethnien? Volksmusik – nicht als starres Gerüst empfunden, sondern als erfahrenes und erlebbares Grundmaterial, als Fundus für die eigene schöpferische Gestaltung. Projekt Mit „Klangcombi“ geht das Sextett von Noldi Alder (Violinen, Cello, Viola, Kontrabass, Schlagzeug, Hackbrett, Naturjodel) musikalisch-klanglich und optisch neue Wege. Die MusikerInnen tauchen ein in den reichen Schatz der Volksmusik und verbinden ihn mit dem Erfahrungswissen aus ihrer Ausbildung, mit ihrem eigenen musikalischen Repertoire und ihrer künstlerischen Persönlichkeit. Nicht zuletzt profitiert „Klangcombi“ auch von der überregionalen Zusammensetzung des Sextetts. Vor dem Hintergrund dieser neuen Klangwelt tritt das Sextett in den Dialog mit dem Publikum – und geht in jedem Konzert neu auf Stimmungen, Erwartungen und Anstösse ein. Für die Dauer des Konzerts wird Volksmusik zu dem, was sie ursprünglich war: ein lebendiges, alle Sinne inspirierendes Kommunikationsmittel. Musik Gebrauch, Interpretation und Weiterentwicklung traditioneller Elemente schaffen neue Klangwelten. Das Sextett musiziert – teilweise solistisch – virtuos und bewegt sich auf einem Spektrum zwischen Geräusch-Effekten bis zu ausgefeilten musikalischen Erzählungen. Aus ihrer Nische befreit soll die Schweizer Volksmusik in die musikalischen Auseinandersetzungen der Gegenwart einfliessen – und sich so weiterentwickeln. Künstlerische Leitung Noldi Alder, Vertreter der 4. Generation der Alderdynastie Urnäsch, ist mit Volksmusik aufgewachsen. Nach einem klassischen Violinstudium und dem Erwerb des Lehrdiploms SMPV beteiligte er sich in den letzten Jahren an mehreren Projekten (beispielsweise dem Appenzeller Quintett) und trat als Komponist für Volksmusik und als Entwickler des traditionellen Naturjodels in Erscheinung. In die von ihm eigens für dieses Projekt entwickelte Übungs- und Vermittlungsmethodik fliessen seine Erfahrung als Lehrer wie auch als Künstler, als Geiger, als Sänger und als Hackbrettler ein - wobei seine Begeisterung für die Schweizer Volksmusik bei der Vermittlung die grösste Rolle spielt. MusikerInnen Das Sextett besteht aus Judith Müller, Luzern (Violine), Adrian Häusler, Unterägeri (Violine, Viola), Nicola Romano, Luzern (Cello), André Ott, Einsiedeln (Kontrabass), Markus Lauterburg, Luzern (Schlagzeug) und Noldi Alder, Urnäsch (Violine, Hackbrett, Naturjodel). Sämtliche Mitglieder des Sextetts sind BerufsmusikerInnen mit klassischem Hintergrund und verfügen über eine Ausbildung an einer Musikhochschule teilweise bis zur Konzertreife und über vielfältige, individuelle Weiterbildungen. Programm Der grösste Teil von „Klangcombi“ besteht aus Eigenkompositionen von Noldi Alder. Stücke wie “Viola“, „Ländlerli-Kette“, „Zweisiedler“, „Wiehern“ und andere basieren auf Traditionellem, zeigen jedoch ein breites Spektrum an Klangwelten, auf die Noldi Alder seit Jahren in seiner Arbeit zurückgreift. In der Auseinandersetzung mit traditionellen Stücken lässt er sich von Fragen inspirieren: Wie hat dieses Stück vor seiner Niederschrift geklungen? Wie spielen wir heute, was auf dem Blatt steht? Wie könnte es morgen klingen? „Klangcombi“ ist kein festgelegtes Programm. „Klangcombi“ versteht sich als Projekt, das sich auf die jeweiligen Begebenheiten einstellt: Ort, Zeitrahmen und Publikum sind Faktoren, die Einfluss haben auf das Programm. Rahmen „Klangcombi“ eignet sich für mittlere und kleine Bühnen, grundsätzlich aber für alle akkustisch geeigneten Räume wie Kirchen, Säle etc. und für eine Vorstellungsdauer zwischen 30 und 100 Minuten. Kontaktadresse: klangcombi Noldi Alder Mühlstatt 1024 CH-9107 Zürchersmühle Telefon: +41 (0)71 364 21 81 E-Mail: noldi.alder@bluewin.ch Internet: www.klangcombi.ch